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Insights

Incoterms für China-Importe, ohne Fachjargon erklärt

11. Juni 2026· ChinaLogisticHub-Team

Incoterms für China-Importe, ohne Fachjargon erklärt

Incoterms regeln eine einzige Sache: wo die Aufgabe des Lieferanten endet und deine beginnt. Wer das falsch versteht, zahlt entweder doppelt oder stellt zu spät fest, dass eine Sendung sein Problem ist – in einem Hafen, den er noch nie gehört hat. Hier ist, was die gängigen Begriffe wirklich bedeuten.

EXW (Ex Works)

Der Lieferant stellt die Waren lediglich in seiner Fabrik bereit. Alles danach – lokaler Transport, Ausfuhrabfertigung, Fracht, Versicherung, Einfuhrzoll – liegt bei dir. Auf dem Papier klingt das günstig, aber du trägst die gesamte Kette. Die meisten neuen Importeure sollten EXW vermeiden, es sei denn, sie haben einen starken Agenten in China.

FOB (Free On Board)

Der Lieferant übernimmt alles bis zur Verladung der Waren auf das Schiff im chinesischen Hafen. Ab dort liegt die Fracht und alles Weitere bei dir. Das ist der ideale Punkt für die meisten Importeure. Du behältst die Kontrolle über die Hauptfracht (und kannst nach besseren Raten suchen), ohne den inländischen Lkw-Transport in China koordinieren zu müssen.

CIF (Cost, Insurance, Freight)

Der Lieferant organisiert und bezahlt Fracht und Versicherung bis zu deinem Bestimmungshafen. Bequem, aber du verlierst die Kontrolle über den Spediteur und zahlst oft einen aufgeschlagenen Tarif, der im Warenpreis versteckt ist. Import-Zoll und Lieferung ab Hafen liegen weiterhin bei dir.

DDP (Delivered Duty Paid)

Der Lieferant liefert bis zu deiner Tür, Zölle inklusive. Für dich am einfachsten, aber auch am teuersten und am wenigsten transparent – du vertraust ihm die Zollabwicklung in deinem eigenen Land an, und eventuelle Einsparungen verschwinden in einer einzigen Pauschalsumme.

Welchen solltest du wählen?

  • Neuer Importeur, der Kontrolle und einen fairen Frachttarif will: FOB.
  • Du hast einen vertrauenswürdigen Agenten in China: EXW kann funktionieren und Geld sparen.
  • Du willst null Aufwand und nimmst den Aufpreis in Kauf: DDP.
  • CIF: akzeptabel für kleine Bestellungen, aber vergleiche den Gesamtpreis mit FOB plus eigenem Frachtangebot.

Der ehrliche Test ist simpel. Nimm den FOB-Preis, addiere dein eigenes Frachtangebot und vergleiche es mit der CIF- oder DDP-Zahl. In neun von zehn Fällen gewinnt FOB plus ein wettbewerbsfähiger Spediteur – aktuelle Spediteurpreise für jedes Ziel findest du auf unseren China-Frachtrouten.

Was viele vergessen

Egal welchen Begriff du wählst: Halte schriftlich fest, an welchem Hafen oder welcher Adresse er endet. „FOB China" reicht nicht – es sollte „FOB Shanghai" oder „FOB Ningbo" heißen. Dieses eine Detail verhindert eine überraschend hohe Anzahl von Streitigkeiten.